bad-harzburg.aufdemnetz.de http://bad-harzburg.aufdemnetz.de en-US http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss socportals@mediacolo.com Razzia gegen mutmaßliche Schleusergruppe in Norddeutschland Bad Segeberg (dpa/lno) - Mit einer Razzia sind die Behörden am Mittwoch wegen des Verdachts der Schleusung in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen vorgegangen. Insgesamt wurden etwa 25 Objekte im Norden durchsucht, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte. Die Ermittlungen der Staatsanw http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009770-razzia-gegen-mutmassliche-schleusergruppe-norddeutschland Wed, 26 2020 13:41:48 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009770-razzia-gegen-mutmassliche-schleusergruppe-norddeutschland Ausstellung im Vitra Design Museum zeigt visionäres Wohnen Zimmer, Küche, Bad: Wohnen ist meist eine konservative Angelegenheit. Die neue Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeigt visionäre Ausnahmen und Wohnräume, die gestaltet sind wie Kunstwerke. http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009492-ausstellung-im-vitra-design-museum-zeigt-visionares-wohnen Wed, 26 2020 09:56:19 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009492-ausstellung-im-vitra-design-museum-zeigt-visionares-wohnen Churlinov zeigt sich geläutert und überzeugt Das Wesen eines schwierigen Charakters wurde ihm nachgesagt, als Darko Churlinov zum VfB kam. Doch in Stuttgart zeigt sich der Neuzugang vom 1. FC Köln geläutert und wartet geduldig auf seine Chance, die sich erstmals gegen Regensburg bot. http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009379-churlinov-zeigt-sich-gelautert-und-uberzeugt Wed, 26 2020 08:10:00 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009379-churlinov-zeigt-sich-gelautert-und-uberzeugt Kinderarzt Remo Largo erklärt: Mit diesem Fehler schaden Eltern ihren Kindern Sie wollen nicht mehr in die Schule gehen, können nachts nicht schlafen, fühlen sich traurig und bedrückt: Schon die Kleinsten in unserer Gesellschaft leiden unter psychischem Stress und hohem Erwartungsdruck, warnen Psychologen.Erziehungsexperten versuchen Antworten darauf zu finden, warum inzwischen schon bei Grundschülern Burnout-Syndrome diagnostiziert werden und was eigentlich aus der Idee einer unbeschwerten Kindheit geworden ist. Kaum jemand im deutschsprachigen Raum hat sich mit dem Thema Kindererziehung wohl so lange und lebensnah beschäftigt wie der Schweizer Kinderarzt Remo Largo.Auch wenn sein erstes Buch “Babyjahre” schon fast zwei Jahrzehnte alt ist, gehört es noch immer zur Grundausstattung junger Eltern. Viele Eltern wollen ihr Kind maximal fördern - auch über sein Potenzial hinausSeit mehr als 30 Jahren befasst sich der “bekannteste Kinderarzt der Schweiz” mit der kindlichen Entwicklung und dem Einfluss, den unsere Gesellschaft darauf hat.Largo, der selbst Vater von drei Töchtern und auch lange schon Großvater ist, beobachtet ein entscheidendes Problem in der modernen Erziehung: Er ist der Ansicht, dass viele Eltern eine falsche Vorstellung davon haben, wie ihr Kind zu einem glücklichen, erfolgreichen Menschen heranwächst.“Ein Kind ist darauf ausgelegt, sein Begabungspotenzial auszuschöpfen”, sagte er der HuffPost. “Doch in unserer Gesellschaft ist das für viele unglaublich schwer geworden.”Schuld sei ein Irrglaube, dem viele Eltern unterliegen. “Viele Eltern versuchen, ihr Kind über sein Begabungspotenzial hinaus zu fördern”, erklärt er. “Das ist aber nicht möglich.”Die Folge: “Sie überfordern das Kind und verunsichern es.”Eltern müssen die Grenzen ihrer Kinder akzeptierenLargo zieht einen simplen Vergleich: “Jedes Kind ist verschieden groß. Wenn ein Kind zu wenig Nahrung bekommt, wird es kleiner. Wird es überfüttert, wird es nicht größer, sondern nur dick. So ist es auch mit den geistigen Fähigkeiten.”So wie das körperliche Wachstum eines Kindes also limitiert ist, stößt es auch bei seinen Begabungen und Stärken an klare Grenzen.Eltern müssten erkennen und akzeptieren, dass ihr Kind in manchen Feldern besser sei als in anderen und dass es nichts bringe, die nicht so stark ausgeprägten Fähigkeiten ohne Rücksicht auf seine eigentlichen Bedürfnisse verbessern zu wollen, erklärt Largo.Dass Eltern ihre Kinder über ihr Potenzial hinaus versuchen zu fördern, lässt sich laut Largo durch den gesellschaftlichen Druck erklären.Zu viel Förderung führt nicht zu mehr ErfolgAndere Eltern und Erzieher in der Kita setzten Maßstäbe, wie weit ein Kind in einem bestimmten Alter in seiner Entwicklung sein müsse. Und in der Schule gehe es weiter - mit starren Lehrplänen und oft unflexiblen Lehrern.“Wenn das eigene Kind dann beispielsweise weniger gut lesen und rechnen kann, als es nach dieser Vorstellung sollte, löst das bei den meisten Eltern Ängste aus.”Die Reaktion vieler Eltern: stärkere Förderung - auch dort, wo das Potenzial des Kindes bereits voll ausgeschöpft ist. Damit entstehe die Gefahr der Überlastung, warnt Largo.“Eltern dürfen ihre Kinder nicht überfordern”, sagt er. “Die zunehmende Zahl der Burnout-Fälle selbst bei Kindern zeigt aber, dass viele Eltern genau das tun. Die Kinder wollen dann nicht mehr lernen, können nicht mehr schlafen, fühlen sich niedergeschlagen.”Largos Rat: “Bemerken Eltern, dass sie ihr Kind überfordern, sollten sie sich selbst hinterfragen und sich ehrlich überlegen, weshalb sie solchen Druck machen.”Viele Eltern machen sich selbst großen DruckDie Ursache für ein solches Verhalten der Eltern, so Largos Erfahrung, sei nämlich in vielen Fällen gleich.“Der Grund ist häufig die eigene existenzielle Verunsicherung der Eltern”, sagt er.“Sie haben Angst, dass sie ihren Lebensstandard nicht halten können und fürchten, dass die Lebensqualität für ihre Kinder nicht mehr so hoch sein könnte wie bei ihnen. Sie versuchen deshalb, die Kinder extrem zu fördern - in dem Glauben, das mache die Kinder klüger und damit auch erfolgreicher. Doch das ist ein Irrglaube.”Was sollten Eltern also anders machen? Largos Antwort darauf ist einfach.Kinder müssten nicht die ganze Zeit beschäftigt und gefördert werden.Eltern sollten ihre Kinder sinnvolle Erfahrungen machen lassen“Eltern sollten Vertrauen haben in die Kinder”, sagt er. “Ihre Aufgabe ist nicht, die Kinder mit allen möglichen Dingen zu fördern, sondern ihnen sinnvolle Erfahrungen zu ermöglichen, zum Beispiel mit anderen Kindern.”Dann, so erklärt er, werde das Kind auch Erfolg haben. “Denn es wählt das aus, was es für seine Entwicklung braucht und was es kann.”Ohne diese Erfahrungen werde ein Kind verunsichert - und das habe laut Largo wiederum negative Auswirkungen auf sein Lernverhalten. Bei einer übermäßigen Förderung kann sich außerdem der gewünschte Effekt umkehren und das Kind stattdessen Lernschwierigkeiten entwickeln.“Ein Neunjähriger ist dann beispielsweise beim Lesen auf dem Entwicklungsstand eines Siebenjährigen - obwohl seine Eltern genau das Gegenteil erreichen wollten - nämlich, dass er besser ist als die Anderen.”Falsche Förderung führt zu einer ÜberforderungDiese falsche Förderung führe zwangsläufig zu einer Überforderung in der Schule und diese wiederum zu Misserfolgen, warnt der Mediziner.Die Folgen seien dramatisch: “Das Gefühl des Versagens zerstört das Selbstwertgefühl immer mehr, bis wir es mit einem zutiefst verunsicherten Erwachsenen zu tun haben, der sich nichts zutraut und Probleme hat, sich in der Berufswelt zurechtzufinden.”Und damit ist Largo bei einer Botschaft angelangt, die er seit Jahrzehnten predigt - Kinder so nehmen, wie sie sind.“Es ist deshalb wichtig zu akzeptieren, dass sich jedes Kind auf seine Weise und in seinem Tempo entwickeln will. Dazu gehört also anzuerkennen, dass jedes Kind anders ist.”Eine Botschaft, die sich alle Eltern noch mehr zu Herzen nehmen sollten - auch wenn sie völlig selbstverständlich klingt. http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009216-kinderarzt-remo-largo-erklart-mit-diesem-fehler-schaden-elte Thu, 28 2019 09:24:46 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009216-kinderarzt-remo-largo-erklart-mit-diesem-fehler-schaden-elte "Wir gelten als kriminell": So ticken die Eltern, die ihre Kinder nicht in die Schule schicken wollen Eine kleine Minderheit von Eltern will die Schulpflicht in Deutschland nicht akzeptierenDas hat verschiedene Gründe - viele von ihnen aber sind Anhänger des sogenannten FreilernensWas treibt diese Eltern an? Warum begehen sie eine Straftat, indem sie ihre Kinder nicht in die Schule schicken? Milian ist acht Jahre alt und kann schon im Hunderttausender-Bereich rechnen. Seine 15-jährige Schwester Mia beherrscht Grafikdesign-Programme, von denen die meisten Erwachsenen noch nie gehört haben.Gelernt haben sie das allerdings nicht in der Schule. Denn die beiden besuchen keine Bildungseinrichtung - ebenso wie die anderen fünf Kinder von Line Fuks.Fuks bezeichnet sich selbst als “schulverweigernde Mutter”. “Ich leite meine Kinder zum Schule Schwänzen an”, sagt sie.Schulverweigerer-Eltern nehmen einen mühsamen Kampf mit den Behörden in KaufIn Deutschland leben nach Schätzung der Kultusministerkonferenz bis zu 1000 Eltern, die ihre Kinder bewusst nicht in die Schule schicken. Andere Schätzungen gehen sogar von einer noch höheren Zahl aus. Sie alle brechen damit das Gesetz. Denn die Schulpflicht in Deutschland gilt für alle Kinder. Den Schulverweigerer-Eltern ist das aber egal - und viele nehmen dafür sogar einen anstrengenden Kampf gegen die Behörden in Kauf. Eine Familie aus Hessen klagt gerade sogar vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte um die Erlaubnis zu erhalten, ihre Kinder zuhause unterrichten zu dürfen.Ausnahmegenehmigungen gibt es bislang nur für Kinder, die dauerhaft krank sind und deswegen nicht am Unterricht teilnehmen können oder für Eltern, die aus beruflichen Gründen unterwegs sind und ihre Kinder nicht an einem Ort in die Schule schicken können. Dazu zählen zum Beispiel Zirkusfamilien.Ein Verstoß gegen die Schulpflicht kann abhängig vom Bundesland entweder ein vierstelliges Bußgeld zur Folge haben oder sogar eine Haftstrafe für die Eltern.Freilerner-Konzept: Kinder sollen nur lernen, was sie interessiertWas aber bringt Eltern dazu, dieses Risiko einzugehen? Wieso empfinden sie die Schulbildung als nicht ausreichend für ihre Kinder?Für Fuks ist die Antwort darauf klar: “Kinder sollen lernen, was sie interessiert und nicht, was auf dem Lehrplan steht”, sagt sie. Für sie ist der Lehrplan ein “Leerplan” - weil vieles, was ein Mensch wirklich für sein Leben braucht, darin nicht vorkomme, wie sie sagt.“Lernen in der Schule ist wie Pappe essen”, heißt es auf Homepage der “Wildnisfamilie”, wie die Mutter sich und ihre Kinder selbst nennt.Fuks gehört zum Kreis der sogenannten Freilerner-Eltern. Diese Eltern sind der Meinung, die Schule sei nicht der richtige Platz für ihre Kinder. Sie setzen sich für eine aus ihrer Sicht “freie Bildung” ein.Das bedeutet: Das Kind soll sich nur mit dem beschäftigen, wofür es sich auch interessiert, ohne festes Schema und Prüfungen wie in der Schule.Unterschied zwischen Freilernen und HomeschoolingFreilernen unterscheidet sich vom sogenannten Homeschooling, bei dem die Eltern ihre Kinder nach einem vorgegebenen Lehrplan zuhause unterrichten.Fuks hat über das Freilernen ein ganzes Buch geschrieben. Auf der Homepage gibt die gelernte Kinderkrankenschwester Interessierten Buchhinweise und Tipps zu dieser Art des Lernens.Freilerner-Eltern folgen den Theorien bekannter Lernexperten wie Gerald Hüther. Er kritisiert seit Langem, die Schule nehme den Kindern den Spaß am Lernen und Entdecken und hindere sie daran, ihr Potenzial auszuschöpfen.Anders als in Deutschland sind in fast allen europäischen Ländern alternative Bildungswege erlaubt und damit auch Homeschooling, der Unterricht zu Hause nach einem festen Lehrplan. Auch in den USA ist Homeschooling sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland.Einige Länder erlauben zudem das von Fuks und ihrer Partnerin praktizierte Freilernen, Portugal zum Beispiel.Viele dieser Familien gehen ins AuslandDeswegen sind die beiden mit ihrer Patchworkfamilie dorthin ausgewandert und leben mit ihren Kindern in einem Wald im Zentrum des Landes.“In Deutschland wurden wir für unsere Entscheidung beschimpft und kriminalisiert”, sagt Fuks. “Andere Eltern warfen uns vor, dass wir unseren Kindern etwas Schreckliches antun, wenn wir sie nicht in die Schule schicken.”Auch Kati S. und David T. aus Brandenburg haben entschieden, sich dem Schulsystem zu entziehen: Das Paar aus Brandenburg ist mit zwei Töchtern seit fünf Jahren auf Weltreise. Die Mädchen lernen unterwegs.Um sich Anfeindungen zu ersparen, wollen die beiden ihren ganzen Namen nicht in der Zeitung lesen.Die Mutter hat vorher selbst als Grundschullehrerin in Deutschland gearbeitet. Dort habe sie die Erfahrung gemacht, dass das Schulsystem nicht zu den Bedürfnissen der Kinder passe: “Man müsste jedem Kind beim Lernen individuell begegnen”, sagte sie dem “Berliner Kurier”. “Das passt aber mit den Lehrplänen nicht zusammen.”Eltern aus Hessen klagen vor Gericht für eine Aufhebung des Homeschooling-VerbotsDa sie und ihr Mann die Rahmenbedingungen auch in Waldorf-, Montessori und freien Schulen zu eng gesteckt finden, sahen sie keine andere Möglichkeit, als das Land zu verlassen.Damit hat die Familie zwar ihre Heimat auf unbestimmte Zeit aufgegeben, erspart sich aber das, was ein Paar aus Hessen gerade durchlebt.Dirk und Petra Wunderlich halten die Schulpflicht für eine “Freiheitsbeschränkung” und haben deswegen im April dieses Jahres Klage beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Das Urteil steht noch aus.Die Polizei hatte die vier Kinder abgeholt, nachdem Wunderlich und seine Frau die Sprösslinge zu Hause unterrichtet hatten und sich weigerten, sie auf eine öffentliche Schule zu schicken.Die Abholaktion der Polizei beschreibt Wunderlich als “furchteinflößend”. Die Haustür sei mit einem Rammbock geöffnet, die Wohnung “gestürmt”, die Eltern zur Seite gestoßen und die Kinder “weggezerrt” worden.Einer der Gründe für die Schulverweigerung: ReligionDass die Wunderlichs ihre Kinder nicht in die Schule schicken wollen, hat andere Gründe als bei Line Fuks oder dem Paar aus Brandenburg. Sie sind streng religiös und wollen nicht, dass ihre Kinder mit bestimmten Themen - etwa im Sexualkundeunterricht - in Berührung kommen.Die Familie ist kein Anhänger des Freilernens. Die Eltern wollen durchsetzen, dass sie ihren Nachwuchs per Homeschooling selbst unterrichten dürfen.Dass das Gericht den Wunerlichs recht gibt und das Homeschooling-Verbot kippt, schätzen Experten aber als eher unwahrscheinlich ein.Selbst Andreas Thonhauser, dessen Nichtregierungsorganisation Familie Wunderlich in Straßburg vertritt, glaubt nicht, dass die Klage Erfolg haben wird. “Wir hoffen aber, dass eine Diskussion darüber in Gang kommt, ob ein komplettes Verbot noch zeitgemäß ist”, sagte er der Deutschen Presseagentur (dpa), als die Klage eingereicht wurde.Ein Sprecher der Kultusministerkonferenz hält eine solche Reform allerdings für unrealistisch: “Die Haltung ist klar. Es gibt eine Schulpflicht. Punkt”, sagt er.Experten raten von der Aufweichung der Schulpflicht abDennoch: Schulpflicht ist ein Reizthema, das zeigt sich an der teils sehr scharf geführten Debatte.Während einige Eltern und so mancher Lernforscher die Schulpflicht für überholt halten, warnen viele Experten davor, die Regelung aufzuweichen.“Ich verstehe diese Eltern ja bis zu einem gewissen Punkt”, sagt Ilka Hoffmann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der HuffPost. “So wie das Schulsystem derzeit organisiert ist, werden die Kinder tatsächlich in ihrer Entfaltung eingeschränkt.”Eltern die Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder zu überlassen, hält sie trotzdem für den falschen Weg -vor allem aus gesellschaftlichen Gründen.Gewerkschaftlerin warnt vor sozialer Spaltung“Schule ist ein sozialer Ort”, betont sie. “Dort lernen Kinder, Konflikte zu lösen und im Team zu arbeiten. Außerdem merken sie, wenn sie auf andere Kinder treffen, wie vielschichtig unsere Gesellschaft ist.”Hoffmann geht sogar so weit zu sagen: Eine Abschaffung der Schulpflicht würde die soziale Spaltung befördern und den Frieden in Deutschland massiv gefährden.“Damit würde die Verantwortung beim Thema Bildung komplett auf die Eltern übergehen”, sagt sie - “und der Staat würde dann noch weniger in den Bereich investieren.”Verlierer wären die ärmeren Familien, die es ohnehin schon schwer haben. “Sozial benachteiligte Eltern würden auf der Strecke bleiben, wenn sich niemand um die Bildung ihrer Kinder kümmert”, sagt Hoffmann.“Schon jetzt haben Kinder aus ärmeren Familien deutlich schlechtere Chancen als die aus Mittel- und Oberschicht. Diese Ungleichheit würde deutlich zunehmen, wenn Kinder nicht mehr in die Schule gehen müssen.”Stärken der Kinder werden in der Schule zu wenig gefördertDie Erziehungsexpertin ist aber der Ansicht, dass sich am Schulsystem dringend etwas ändern müsse. Sie plädiert - wie Lernexperte Hüther - für mehr Freiräume für die Kinder. Und sie sagt auch: “Die Kinder sind heute viel mehr Reizen und Belastungen ausgesetzt als noch vor 20 Jahren. Damit muss die Schule umgehen können.”Um das zu leisten, brauche es deutlich mehr Lehrer, die wiederum besser psychologisch geschult seien, sagt Hoffmann. “Lehrer müssen besser mit den Eltern umgehen lernen, und für den Notfall auch mit dem Jugendamt. Die sozialen Probleme in Deutschland werden zunehmen, dem muss sich die Schule stellen.”Für Line Fuks müsste sich das Schulkonzept noch viel grundlegender ändern, damit sie mit ihren Kindern nach Deutschland zurückkehren würde. “Was ich mir wünschen würde, wäre ein Lernort, an den die Kinder freiwillig gehen können”, sagt sie - “ohne Lehrplan, damit die Kinder frei entdecken können, was in ihnen steckt.”Dass Homeschooling und Freilernen in Deutschland bald offiziell erlaubt wird, ist eher unwahrscheinlich. Keine der größeren Parteien, mit Ausnahme der AfD, sieht vor, die Schulpflicht abzuschaffen. Die Linke will sie sogar von neun auf zehn Jahre verlängern.Doch so uneinig sich Experten und Eltern in vielen Punkten beim Thema Bildung sind, so sehr stimmen die meisten von ihnen in einer Überzeugung überein: dem Wunsch nach einem veränderten Schulsystem, das viel stärker auf die Stärken und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingeht. http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009214-wir-gelten-als-kriminell-so-ticken-die-eltern-die-ihre-kinde Thu, 28 2019 09:52:53 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009214-wir-gelten-als-kriminell-so-ticken-die-eltern-die-ihre-kinde Kinderarzt Remo Largo kritisiert Erziehungsratgeber: "Es ist viel wichtiger, das Kind zu verstehen" Soll ich mein Baby bei mir im Bett schlafen lassen? Darf ich es schreien lassen, wenn es nachts aufwacht? Bis zu welchem Alter soll ich mein Kind stillen? Und soll es lieber Brei bekommen oder gleich feste Nahrung?Junge Eltern stellen sich viele Fragen. Ihre größte Angst ist es, Fehler zu machen. Fehler, die sich womöglich nie wieder rückgängig machen lassen. Und die Antworten auf ihre Frage finden viele von ihnen in Erziehungsratgebern. Die Regale mit solchen Publikationen für Eltern in den Buchhandlungen sind daher meterlang.Doch Pädagogen sehen den Ratgeber-Boom mit Skepsis. Wenn Eltern sich zu sehr auf diese Literatur fixieren, warnen die Experten, können sie ihren Kindern schlimmstenfalls sogar schaden.Largo hält die meisten Erziehungsratgeber für kontraproduktivDer wahrscheinlich bekannteste Kritiker von Erziehungsratgebern ist der Schweizer Kinderarzt Remo Largo. Nur wenige Experten im deutschsprachigen Raum haben sich so intensiv mit dem Thema Kindesentwicklung beschäftigt wie er. Sein Buch “Babyjahre” gehört seit fast zwei Jahrzehnten zur Grundausstattung junger Eltern.Den Großteil der neuen Erziehungsratgeber hält Largo für kontraproduktiv. “Die meisten dieser Bücher behandeln nur ein bestimmtes Thema und sind problemorientiert”, sagte er der HuffPost.“Was mache ich, wenn mein Baby nicht durchschläft? Was, wenn es den Brei nicht essen will? Ich halte von dieser Art von Ratgeber nicht viel.”Sie seien sehr direktiv geschrieben und versprächen, dass es auf das eineProblem auch die eine Lösung gebe. “Doch DIE Lösung in dem Sinne gibt es beim Thema Erziehung nicht”, sagt er.“Diese Form von Erziehungsratgebern macht die Eltern hilflos”Die Folge, so warnt Largo, seien Ratlosigkeit bei den Eltern und Schaden für die Kinder. “Diese Form von Erziehungsratgebern macht die Eltern hilflos - und die Kinder leiden darunter, dass die Eltern ihr Problem nicht lösen können.”Der Kinderarzt erläutert das an einem Beispiel: “Nehmen Sie etwa einen Ratgeber zum Thema Schlafstörung. Da wird den Eltern also direktiv gesagt, was sie tun sollen. Doch was ist, wenn diese eine Methode nicht funktioniert? Dann können die Eltern ein weiteres Buch kaufen oder sich irgendwann Hilfe bei einem Experten suchen.”Dass Ratgeber in vielen Fällen mehr Negatives ausrichten als sie nützen, kritisieren auch andere Experten. “Viele Eltern, die unsere Beratungsstelle aufsuchen, sind durch die vielen unterschiedlichen Ratgeber verunsichert”, sagte Bettina Lamm, Familientherapeutin und Entwicklungspsychologin an der Universität Osnabrück, der “Rhein Main Presse”.Fehlende praktische Erfahrung verunsichert ElternSie und andere Wissenschaftler beobachten, dass das Phänomen vor allem die gebildete, gut situierte Mittelschicht betrifft. “Die Familiengründung findet meist Ende 20 oder Anfang 30 statt und oft haben Mutter und Vater dann zum ersten Mal in ihrem Leben ein Baby im Arm”, sagte Lamm.Die fehlende praktische Erfahrung verunsichere die Eltern, der Griff ins Bücherregal sei eine logische Folge. Das Problem, so warnt sie: Diese Eltern suchten oft nach der einen, allgemeingültigen Lösung für eine Erziehungsfrage - die nicht existiere, wie auch Largo betont.Statt nach Patentrezepten zu suchen, sollten Eltern lieber eines tun, rät der Kinderarzt: versuchen, das Kind zu verstehen.“Ich habe Hunderten von Kindern dabei zugesehen, wie sie groß geworden sind”, sagt Largo. Er habe immer versucht, kein Ratgeber zu sein und auch keine zu schreiben.Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich“Stattdessen ist es mein Ziel, den Eltern zu erklären, wie ihr Kind tickt und welche Bedürfnisse es hat. Denn nur wenn die Eltern ihre Kinder verstehen, können sie auch ihre Probleme lösen.”Die Paar- und Familienberaterin Ursula Keller ist sehr ähnlicher Ansicht. “Ein guter Erziehungsratgeber berücksichtigt, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln”, sagte sie dem Onlineportal “familienleben.ch”.“Vorsichtig sollten Eltern immer dann auf einen Erziehungsratgeber reagieren, wenn er versucht, Patentrezepte zu verkaufen. Denn Patentrezepte, die für alle Familien gelten, gibt es nicht.”Sie nennt außerdem einen weiteren Punkt, der aus Ihrer Sicht gegen die Lektüre vieler Erziehungsratgeber spricht: “Die Ratgeber sind oft sehr unterschiedlich. Auf gleiche Fragen bieten sie unterschiedliche Antworten. Das kann Eltern zusätzlich verwirren.”“Die eine Lösung für die Probleme aller Kinder gibt es nicht”Entwicklungspsychologin Lamm rät verunsicherten Eltern, die zu ihr in die Familientherapie kommen: “Packt die Bücher weg und vertraut eurem Bauch” - auch wenn sie wisse, dass das nicht einfach sei und meist erst beim zweiten oder gar dritten Kind gelinge, wie sie selbst sagt.Auch für Kinderarzt Largo ist die Sache klar: “Jedes Kind ist einmalig”, sagt er. “Die eine Lösung für die Probleme aller Kinder gibt es nicht. Wenn Eltern ihr Kind und seine Entwicklung verstehen, brauchen sie all die Erziehungsratgeber nicht.” http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009213-kinderarzt-remo-largo-kritisiert-erziehungsratgeber-es-ist-v Thu, 28 2019 09:56:54 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009213-kinderarzt-remo-largo-kritisiert-erziehungsratgeber-es-ist-v Königin und «Bad ass»: Berlinale: Helen Mirren wird für Lebenswerk geehrt Helen Mirren gehört zu den größten Schauspielerinnen der Gegenwart. Seit mehr als einem halben Jahrhundert verkörpert sie das Bild der starken Frau - nicht nur in ihren Filmrollen. http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009032-konigin-und-bad-ass-berlinale-helen-mirren-wird-fur-lebenswe Wed, 26 2020 04:33:11 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2009032-konigin-und-bad-ass-berlinale-helen-mirren-wird-fur-lebenswe Dieser Twitter-Bot lässt dich mit Basic programmieren Ein Retro-Fan hat einen Twitter-Bot entwickelt, der es Nutzern ermöglicht, mit Basic zu programmieren. Als Vorbild diente ein populärer 8-Bit-Rechner aus den 1980er Jahren. Die 1964 entwickelte Programmiersprache Basic (Beginner’s All-purpose Symbolic Instruction Code) war für viele Kids der 1980er Jahre der Einstieg in die Programmierwelt. In Großbritannien erlangte der Heimrechner BBC Micro von Acorn besondere Popularität. Das Gerät wurde in vielen britischen Schulen genutzt – offenbar auch von dem mittlerweile in Kalifornien lebenden Entwickler Dominic Pajak. ...weiterlesen auf t3n.de http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008550-dieser-twitter-bot-lasst-dich-mit-basic-programmieren Tue, 25 2020 15:02:47 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008550-dieser-twitter-bot-lasst-dich-mit-basic-programmieren Wolf bei Autounfall in Herzberg getötet Ein Wolf ist einer Autofahrerin auf der Bundesstraße 101 in der Nähe von Herzberg (Elbe-Elster) vor den Wagen gelaufen und dabei getötet worden. Die Frau sei bei dem Unfall am frühen Dienstagmorgen unverletzt geblieben, teilte die Polizei mit. Für die Bergung des Wolfs wurde das Landesumweltamt info http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008521-wolf-bei-autounfall-herzberg-getotet Tue, 25 2020 16:00:53 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008521-wolf-bei-autounfall-herzberg-getotet Letztes Kind von Konrad Adenauer gestorben Georg Adenauer, der jüngste Sohn des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er sei bereits am vergangenen Sonntag in seinem Wohnort Schleiden in der Eifel gestorben, teilte die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus am Dienstag in Rhöndorf/Bad Honnef mit http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008414-letztes-kind-von-konrad-adenauer-gestorben Tue, 25 2020 14:45:06 GMT http://bad-harzburg.aufdemnetz.de/news/2008414-letztes-kind-von-konrad-adenauer-gestorben